NoteSlate: Digitales Notizbuch mit eInk-Technologie

Keine Zettelwirtschaft mehr und alle Notizen sofort digital verfügbar – klingt wie eine gute Idee. Leider ist die technische Umsetzung bisher in der Handhabung meist wesentlich fummeliger als das gute alte Notizbuch aus Papier. Grafiktabletts für den PC sind zum Zeichnen ja durchaus gut geeignet und sind längst ein Muss für jeden ernsthaften Digitalzeichner – für die schnellen Notizen zwischendurch greift man dann aber meist doch lieber zu richtigem Papier und zum echten Kugelschreiber. Selbst hartgesottene Smartphone-Besitzer finden die Notizprogramme ihres mobilen Gerätes oft viel zu umständlich, um diese ernsthaft zum schnellen Schreiben zwischen Tür und Angel zu benutzen.

Schwarzes NoteSlate ((C) NoteSlate)

Schwarzes NoteSlate ((C) NoteSlate)

Dieses Jahr (2011) soll nun im Juni aber ein Gerät erscheinen, das die vielen Vorteile digitaler Notizen mit der guten Handhabbarkeit des normalen Notizbüchleins zu verbinden verspricht. Die Rede ist vom sogenannten NoteSlate, das kürzlich vorgestellt wurde und sich die vom Amazon Kindle und anderen E-Book-Readern bereits bekannte eInk-Technologie zu Nutze macht.

Das NoteSlate wird mit seinen 13 Zoll Bilddiagonale ein etwa mit DIN-A4 vergleichbares Format haben und nur rund 1,3 Zentimeter dick sein. Dank der sparsamen eInk-Technologie soll das Gerät eine Betriebsdauer von bis zu 3 Wochen gewährleisten. Das Gadget soll in verschiedenen Farben erscheinen und jeweils ein einfarbiges Display haben, das sich mit dem mitgelieferten Stift genau wie ein echtes Notizbuch beschreiben lassen soll.

Das Speichern einer Seite soll bequem über einen der drei auf der Vorderseite angebrachten Buttons erfolgen. Die so angefertigten Notizen soll man dann entweder per E-Mail verschicken oder aber per USB-Mini-Anschluss beziehungsweise den integrierten SD-Kartenslot auf den PC oder andere hierzu fähige Geräte kopieren können. Das Löschen und Zurückblättern erfolgt bei dem Gerät über die restlichen zwei Knöpfe auf der Vorderseite.

Ansonsten soll das Gerät noch MP3-Dateien abspielen können und besitzt zu diesem Zweck einen 3.5er-Klinkenanschluss. Die Firmware des NoteSlates soll übrigens unter einer OpenSource-Lizenz erscheinen, was hoffen lässt, dass man in absehbarer Zukunft wohlmöglich noch weitere Software hinzufügen kann, sofern man das denn überhaupt möchte – schließlich sticht das Gerät gerade durch seine simple Ausstattung und das minimalistische Design des Gehäuses hervor.

Weißes NoteSlate ((C) NoteSlate)

Weißes NoteSlate ((C) NoteSlate)

Eine weitere Besonderheit des NoteSlates ist der angekündigte Preis von 99$. Sollte der Hersteller sein Versprechen also halten und die Sensitivität des Displays ein Schreiben und Zeichnen wie auf echtem Papier ermöglichen, ist es dank des geringen Preises und des Fliegengewichtes von gerade einmal 280 Gramm nicht unwahrscheinlich, dass dieses Gerät besonders bei Schülern und Studenten ein Hit werden könnte. Sicher darf man auch gespannt sein, ob und wann andere Hersteller bald ähnliche digitale Notizblöcke ankündigen werden.

Die Website des Herstellers findet sich unter:

http://www.noteslate.com/

UPDATE 03.07.2011: Das NoteSlate ist leider nicht im Juni herausgekommen, wie vom Hersteller versprochen. Auch gibt es noch keinen neuen Termin. In der Zwischenzeit hat die Konkurrenz jedoch nicht geschlafen und daher gibt es bereits ein ähnliches Gerät eines anderen Herstellers zu kaufen, das Boogie Board:

Seite des Herstellers des Boogie Boards: http://myboogieboard.com/

Das Boogie Board gibts auch bereits bei Amazon zu kaufen. Allerdings hat das Boogie Board kein eInk-Display sondern eine Spezialversion eines LCD-Displays, das ähnlich benutzbar sein soll.

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